LAN-Party

Depot Basel, Voltaplatz
F T L E I V L

05. November 2016

Samstag, 05. November 2016
14.00 – 17.00

LAN Party
05. November 2016

15:00 – 17:00
Eine Live-performance zum mitmachen. Bring Deinen Laptop mit.

Diskussion & gemeinschaftliche Assemblage, Screenings, Yoga-Session

Lass uns gemeinsam emodigital* werden! Komm ins Depot Basel, vergesse Deine Angst vor dem Unbekannten und spring mit uns direkt in den Kaninchenbau. Bring Deinen Laptop und eine Yogamatte mit.

14.30 – 16.00
Machines Of Loving Grace**
Eine Diskussion und eine Assemblage zur gemeinsamen Annäherung an emodigitale Beziehungen

Ist Künstliche Intelligenz fähig, zu lieben? Oder sind Liebesbeziehungen eine der einzigen Beziehungsformen, in denen Menschen nicht von Maschinen ersetzt werden können?

In der menschlichen Liebe und in Beziehungen fungieren technologische Geräte immer mehr als Mittlerinnen zwischen den Liebenden. Es ist gar nicht so selten, dass wir mehr Zeit mit dem ver- und übermittelnden Gerät verbringen, als mit unserer Partnerin oder dem Partner. Die Technologie wird etwa bei der Partnervermittlung, in der Kommunikation und beim Ausdruck von Gefühlen zur Komplizin, sie kann sogar Beziehungen stabilisieren und verlängern. Die Benutzeroberfläche bleibt hier nicht bloss Mittlerin, sondern ersetzt als physischer Körper den „fleischlichen“ Kontakt mit der Partnerin oder dem Partner; sie wird zum Brennpunkt der Gefühle. Etwa wenn das Warten auf das KLINGELN des Telefons die Vorfreude auf den tatsächlichen ANRUF steigert. Unsere Gefühle fangen an, mit denen für das technologische Gerät zu verschmelzen. Was, wenn sich der „menschliche Teil“ auflöst oder einfach keine Rolle mehr spielt? Filme wie „Her“ (2013) oder „Ex Machina“ (2015) „erforschen“ Entwicklungen in diese Richtung; und der Dialog, den die Space-Sonde Rosetta mit ihrem Lander Philae*** in den Tagen ihrer Kometenladung auf Twitter führten, gewährte einen ersten Blick in eine rein technologische Liebe.

Gemeinsam werden wir mögliche Entwicklungen dieser Überlegungen diskutieren. Und – als spielerischer Versuch, in die Zukunft zu blicken – gestalten wir ein Tagebuch oder Album, in dem sich eine Liebesgeschichte im Jahr 2116 spiegelt. Komm vorbei, diskutiere und arbeite mit uns und vergesse Deinen Laptop nicht!

Mit: Allen, die mitmachen möchten & Sander Molenaar, Hendrike Nagel, Riccardo Lardi, Valerie van Zuijlen (DesignerInnen), Susanna Hertrich (Forscherin, ixdm FHNW), Stefanie Schälin (Forscherin, Zentrum Gender Studies, Universität Basel), Michael Frei (Filmemacher) u.a. (tba)

 

16.00 – 17.00
iYoga mit Hendrike Nagel
Eine Lektion in emodigitalem Wohlbefinden

Als ein mentales Updating-System verschmilzt iYoga Körper, Gehirn, Seele und Technologie. Durch einige Übungen löst iYoga alle Grenzen zwischen dem Physischen und Digitalen, zwischen Mensch und Technologie und öffnet eine neue meta-physische Dimension. Der Mensch geht in einen ultimativen Status absoluter Selbstaktualisierung und Perfektion über. iYoga wird alles optimieren und revolutionieren: unsere physische Existenz, unser Wertsystem, unseren Glauben, unsere Rechte als Menschen. Sei anders! Komm vorbei und entspann Dich mit uns. Vergiss Deinen Laptop und Deine Yogamatte nicht!

Mit: Allen, die mitmachen möchten & Hendrike Nagel

* Emodigitality: Der Zusammenfluss des Analogen und des Digitalen, des Natürlichen und des Künstlichen, des Spontanen und des Programmierten, des Affektiven und des Kognitiven.
**„All Watched Over by Machines of Loving Graces“ ist ein Gedicht von Richard Brautigan aus dem Jahr 1967.
***http://www.dpr-barcelona.com/index.php?%2Fprojects%2Fpic-of-the-week%2F

 

Beitragende
Riccardo Lardi

Designer
Valerie van Zuijlen

Graphic Designer
Mathieu Bujnowskyj

Architect
Dieuwertje Luitse

Graphic Designer
Merle Ibach

Interface Designer
René Herzogenrath

Craftdesigner
Bezogen
Cyber Cyber
iYoga

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